Viele Informationen sind bereits vorhanden: im ERP, PIM, PLM oder Redaktionssystem, in Stücklisten, Zeichnungen, Anleitungen, Ersatzteilkatalogen und Service-Portalen. Häufig sind sie jedoch mehrfach gespeichert, unterschiedlich bezeichnet, nicht aktuell oder keiner Variante beziehungsweise Seriennummer eindeutig zugeordnet.
Hinzu kommen Materialangaben, Zertifikate und Nachweise von Zulieferern. Hersteller sollten deshalb frühzeitig klären, welche Daten sie benötigen, in welcher Form diese geliefert werden und wer ihre Qualität prüft. Der DPP ist zuerst ein Daten- und Organisationsprojekt – und erst danach eine technische Plattform. Ein QR-Code allein löst weder fehlende Informationen noch unklare Zuständigkeiten.
Die Technische Dokumentation als zentrale Datenquelle
Ein grosser Teil der relevanten Informationen entsteht bereits in der Technischen Dokumentation: Sicherheits- und Wartungshinweise, technische Daten, Ersatzteilinformationen sowie Angaben zu Demontage und Entsorgung. Liegen diese Inhalte modular, medienneutral und eindeutig gekennzeichnet vor, können sie für Betriebsanleitungen, Online-Dokumentationen, Ersatzteilkataloge, Service-Portale und den DPP verwendet werden.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Produkte werden in der EU angeboten? Welche Daten sind vorhanden und in welchen Systemen liegen sie? Wo bestehen Lücken oder Medienbrüche? Anschliessend sollten Verantwortlichkeiten über Technische Dokumentation, IT, Compliance, Produktmanagement, Einkauf und Service hinweg festgelegt werden.
Ein DPP-Projekt muss nicht sofort das gesamte Portfolio umfassen. Empfehlenswert ist der Start mit einer überschaubaren Maschine oder Produktgruppe. Ein Pilotprojekt zeigt rasch, welche Daten nutzbar sind, wo Schnittstellen fehlen und welche Abteilungen oder Zulieferer einbezogen werden müssen. Daraus lässt sich ein Vorgehen für weitere Produkte ableiten
Holen Sie sich Unterstützung bei der Bestandsaufnahme, Strukturierung und digitalen Bereitstellung Ihrer Produkt- und Dokumentationsdaten. Gemeinsam prüfen wir vorhandene Systeme, identifizieren Lücken und entwickeln anhand eines Pilotprodukts ein praxistaugliches Vorgehen.